22. September: Das „Mama-Taxi“ fährt heut‘ nicht

22. September 2017

Kinder auf dem Schulweg © fotolia – fotofreundnin

Viele Kinder werden allmorgendlich zur Schule gefahren – weil die Schule sowieso auf dem Arbeitsweg von Papa oder Mama liegt oder weil es zu riskant scheint, die Kinder eigenständig am Straßenverkehr teilnehmen zu lassen.

Was gut gemeint ist, enthält den Kindern aber auch einiges vor. „Kinder, die per Eltern-Taxi zur Schule kommen, verpassen täglich die Chance, das richtige Verhalten an Ampel und Zebrastreifen zu lernen und auf unerwartete Situationen angemessen zu reagieren", sagt Roland Tunsch, Geschäftsführer des Gemeinde-Unfallversicherungsverbandes Hannover und der Landesunfallkasse Niedersachsen (GUVH/LUKN) anlässlich des „zu-Fuß-zur-Schule"-Tages am 22. September. Tunsch ist überzeugt, dass Kinder ihr Können und ihre Sicherheit am besten zu Fuß auf dem Schulweg trainieren.

Um ein Zeichen zu setzen, sollten deshalb wenigstens am 22. September Eltern, aber auch Lehrerinnen und Lehrer zu Fuß zur Schule kommen.

Allein im Jahr 2016 hatten rund 4.300 Grundschulkinder einen Unfall auf dem Schulweg, berichten GUVH und LUKN, bei denen die Kinder gesetzlich unfallversichert sind. Eine der Unfallursachen ist die fehlende Erfahrung der Kinder.

Das Training der Verkehrssicherheit ist aber nicht das einzige Argument für den Fußweg zur Schule. Die Bewegung an der frischen Luft kurbelt Kreislauf und Stoffwechsel an. Positive Folge: Die Kinder können sich während des Unterrichts besser konzentrieren.

Bei GUVH und LUKN sind rund 880.000 Schulkinder unfallversichert. Der Versicherungsschutz ist kostenfrei. Weitere Informationen rund um die gesetzliche Schülerunfallversicherung gibt es unter www.guvh.de.